Heute durften wir uns an einer nicht alltäglichen Übung beteiligen. In Walten fand eine MANV-Übung statt. MANV ist die Abkürzung für eine Übungsannahme, bei welcher viele Menschen gleichzeitig medizinische Hilfe benötigen (Massenanfall von Verletzten).
Die Übung fand in Walten im Bereich der „Prantlbrücke/Sogstott“ statt. Zwei PKW waren in einen Unfall verwickelt, wobei ein Fahrzeug in eine Gruppe von Fahrradfahrern fuhr. Das zweite Fahrzeug hingegen geriet über die Straßenböschung und landete im Waltnerbach.
Unsere Aufgabe bestand darin, die zwei Insassen des abgestürzten Fahrzeugs zu versorgen. Zunächst wurde der PKW mit einem Greifzug gesichert. Nach einer Ersteinschätzung durch den Rettungsdienst wurde entschieden, dass die verletzten Personen schonend aus dem Fahrzeug befreit werden sollen. Unter Zuhilfenahme von hydraulischen Bergegeräten wurde das Fahrzeugdach entfernt, um einen besseren Zugang zu erhalten. Mit Unterstützung von Mitgliedern des WK-Passeier und des Bergrettungsdienstes St. Leonhard und St. Martin wurden die zwei Fahrzeuginsassen befreit und dem Rettungsdienst übergeben.
Zeitgleich wurde unser Schnelleinsatzzelt aufgebaut. Dieses fungierte als Übergabestelle, um die angelieferten Patienten einer weiteren medizinischen Einschätzung zu unterziehen. Im Anschluss wurden die Patienten der Triage übergeben, welche von der Berufsfeuerwehr Bozen eingerichtet wurde.
Insgesamt waren sieben Blaulichtorganisationen mit rund 150 Einsatzkräften an der Übung beteiligt.
Einen besonderen Dank möchten wir dem WK-Passeier und der FF-Walten für die Organisation dieser Großübung aussprechen. Gemeinsam sind wir stark!
